Social Commerce vs. F-Commerce

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Social Commerce und damit auch F-Commerce sind definitiv nichts Neues, stehen aber noch immer am Anfang. Besonders Facebook mit seinen 800 Millionen Nutzern verspricht ein enormes Potenzial. Zahlreiche Versuche sind bisher jedoch gescheitert, und wenn es nach Bloomberg geht, ist F-Commerce bereits tot, bevor es richtig angefangen hat. Darüber lässt sich sicher trefflich streiten – klar ist aber, dass F-Commerce keine Universallösung ist und nur unter bestimmten Bedingungen funktionert. 

Social Commerce hingegen kann und findet bereits überall statt. Nicht die Shop-Seite steht im Mittelpunkt der Kommunikation, sondern die Nutzer und damit die Seiten auf denen sie sich aufhalten (Blogs, Foren, Communities, etc.). Bereits 2006 beschrieb die FAZ Social Commerce als Produktangebote, die sich auf viele kleine Internetseiten und Blogs verteilen, die eine persönliche Beziehung zu ihren Nutzern aufgebaut haben. Allen voran amazon.com, Etsy.com oder auch Spreadshirt.net.

In den letzten Monaten stand neben Facebook besonders Pinterest im Fokus der Berichterstattung, wenn es um Social Commerce geht (Infographik Link). Laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage hat bereits ein Fünftel der Nutzer ein auf Pinterest gepinntes Produkt gekauft Tendenz steigend. Ähnlich wie Social Media Buttons, Ratingsysteme und Review-Möglichkeiten, die ebenfalls seit Jahren in zahlreichen Shops implementiert sind, wird auch durch Pinterest eine hohe Glaubwürdigkeit und somit ein Empfehlungscharakter für interessierte Käufer geschaffen. Neu und ebenso spannend ist das Startup PinWheel, von Flickr-Gründerin Caterine Fake. Mit Google Maps als Basis können Nutzer Pins an verschiedenen Orten setzten und diese mit Notizen und Bildern verbinden.

Zurück zu Facebook. Auch wenn zahlreiche Unternehmen (Gamestop F-Shop oder Gap Inc.) ihre Ausflüge ins F-Commerce aufgrund ausgebliebener Umsätze vorzeitig beendet haben, gibt es auch Gewinner (z.B. Burberry, HEINZ, Zynga) Denn F-Commerce geht über die reine Integration eines Shops in Facebook hinaus. Alle Best-Practice Beispiele haben eins gemeinsam: Sie bieten exklusive und einzigartige Angebote. Denn nur so werden die Nutzer motiviert darüber zu reden, zu empfehlen und letztlich zu kaufen.

So setzt auch td den Fokus auf „Socializing the Shopping Experience“ und das Schaffen eines echten Mehrwert in Verbindung mit einem für die Community attraktiven Angebot. Da Facebook keine Plattform ist, auf der die Leute sich primär zum Einkaufen tummeln, sondern als Kommunikationskanal nutzen, ist es umso wichtiger die Stärken von Facebook (Kommunikation) mit konkreten Produktempfehlungen zu verbinden. (Studie: dmc digital media center: Social Shopping). So verschmelzen Social-Commcerce und Facebook erfolgreich zu einem Konzept, das die Massen vom reinen Nutzer zum Käufer motiviert.

td ist überzeugt, dass Social und F-Commerce die Zukunft gehört. Denn mit der stetigen Zunahme an Angeboten wird die persönliche Empfehlung immer wichtiger für die Kommunikation, Feedbackmöglichkeiten und letztlich die Kaufentscheidung. Plattformen wie Pinterest aber auch Blogs, Foren und natürlich Facebook bietet ideale Möglichkeiten, ob nun für den direkten Absatz oder für den Kundendialog.

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(Bild: socialcommercetoday)